Rundbriefe

Rundbrief Januar 2020

By 18. Januar 2020 No Comments

Liebe Freunde und Freundinnen des Pfalztheaters,

das vergangene Jahr hat uns stellenweise zugesetzt und uns einiges zugemutet an humanem Versagen, an hoffärtigen und unfähigen bis durchgeknallten Politikern (in diesem Fall tatsächlich eher Männer), an klimatischen Herausforderungen, denen wir nicht oder noch nicht gewachsen sind, an säbelrasselnden Machos (auch wieder eher Männer) und zunehmendem Hunger in einer fast schon unanständig reichen Welt.

Mit unserer Gala „Wir sind Europa – Musik verbindet“ wollen wir Ihnen die schönen Seiten Europas am Samstag, 18. April, ab 19.30 Uhr im Großen Haus präsentieren. Die beiden Orchestermitglieder des Pfalztheaters, Caroline Busser (Violoncello) und Ivan Knežević (Violine), sind mit einem Wohnmobil durch fast alle Länder unseres Kontinents gereist, haben interessante Menschen getroffen, mit ihnen musiziert und gemerkt, was wir eigentlich alle schon wissen: Musik verbindet, sie kennt keine Grenzen. Das Ehepaar hat diese Begegnungen in Videos dokumentiert, die Musik wiedergeben und Landschaften zeigen, wie es eindrucksvoller, harmonischer und berührender kaum geht. Bei der Gala der „Freunde des Pfalztheaters“ nehmen sie uns mit auf ihre musikalische Reise; das Orchester des Pfalztheaters und befreundete MusikerInnen folgen ihnen auf der Fahrt, die trotz Brexit ein Bekenntnis zu Europa und seinen Menschen ist. Der Vorverkauf beginnt für Sie, liebe Mitglieder, ab dem 10. Februar.

Literatur auf der Bühne wird mit zwei Produktionen des Pfalztheaters umgesetzt, die wir gespannt er-warten. Für das Schauspiel „Tyll“, das auf dem Bestseller von Daniel Kehlmann („Die Vermessung der Welt“) basiert und von den „Freunden“ unterstützt wird, hat sich Chefdramaturg Andreas Bronkalla für uns ein Bonbon einfallen lassen: Am Dienstag, 11. Februar, um 18 Uhr wird es auf der Probebühne 3 (Fischerstraße 49) eine exklusive Einführung zu „Tyll“ geben. Regisseur Jan Langenheim („Biedermann und die Brandstifter“) wird die Bühnenfassung zum Probenstart zusammen mit seinem Leitungsteam vorstellen. Und zum Zweiten veranstalten wir eine „Kost-Probe“ am Samstag, 28. März, um 11.30 Uhr.
Bei der zweiten Umsetzung von Literatur handelt es sich um den philosophischen Roman „Die Stadt der Blinden“ (1995) von José Saramago (1922-2010). Der portugiesische Nobelpreisträger für Literatur (1998) schildert eine Gesellschaft, in der eine unerklärliche Blindheit epidemisch um sich greift und eine Welt fast aus den Fugen gerät. Kerstin Maria Pöhler inszeniert die Oper von Anno Schreier, zu der wir ebenfalls eine „Kost-Probe“ für Samstag, 13. Juni, ab 11.30 Uhr terminiert haben. Sowohl für die „Tyll“-Kostprobe“ als auch die zur „Stadt der Blinden“ gilt: An den exklusiven Probenbesuch im Großen Haus schließt sich ein kulinarisches Angebot an, zu dem Mitwirkende an der Produktion erwartet werden. Karten sind bei BMZ-Catering an der Foyertheke im Großen Haus bei allen Vorstellungen erhältlich.

Zum ersten Mal und darum bisher einzigartig im Land sind die Theatertage Rheinland-Pfalz. Vom 1. bis 7. März präsentieren sich die vier rheinland-pfälzischen Mehrspartentheater aus Mainz, Koblenz, Trier und Kaiserslautern im Pfalztheater Kaiserslautern mit herausragenden Aufführungen. Die Theaterwoche ist neben den Aufführungen prall gefüllt mit Podiumsdiskussionen, Workshops, Lesungen, Live-Musik, einem Theatercafé, einem Thementag Kinder- und Jugendtheater und, und, und. Ich bin schon gespannt wie ein Flitzebogen und freue mich darauf, denn so eine Theaterwoche hatten wir noch nie. Unbedingt vormerken und jetzt schon Karten besorgen! Es gibt Tickets pro Aufführung – aber warum einzeln kau-fen, wenn das Theater äußerst günstige Festivalpakete geschnürt hat?

Generalmusikdirektor Uwe Sandner verlässt das Haus nach 14 Jahren. Wir werden ihn vermissen, denn er war den „Freunden des Pfalztheaters“ ein immer zuverlässiger Partner und ein aufgeschlossener Diri-gent, der sich all unseren Vorschlägen gegenüber offen gezeigt hat. Dass er sympathisch ist, müssen wir nicht betonen, das wissen Sie. Seine letzte Operneinstudierung am Pfalztheater wird das Musikdrama „Salome“ von Richard Strauß am Samstag, 21. März, 19.30 Uhr (Premiere), sein. Vom Konzertpodium wird er sich mit seinen persönlichen „Herzensstücken“ beim 4. Pfalztheaterkonzert am Sonntag, 7. Juni, 18 Uhr, verabschieden: Beethovens Schauspielmusik zu Goethes „Egmont“ und Mahlers Symphonie Nr. 9. Sagen Sie Uwe Sandner „Auf Wiedersehen“ und zeigen Sie ihm Ihre Wertschätzung mit einem Besuch der beiden Veranstaltungen.

Beim 3. Pfalztheaterkonzert wird es zu den „Begegnungen!_8“ kommen, die zu einer Kooperation mit dem Pfalzklinikum Kaiserslautern geführt hat. In einer „Sinfonie der Zwischentöne“ setzt sich das Kon-zert am Sonntag, 5. April (18 Uhr) und am Donnerstag, 9. April (19.30 Uhr) mit den Aspekten psychi-scher Erkrankung und Gesundung auseinander. Bühnenprofis und Laien haben die Orchesterkompositi-on in einem dialogischen Prozess während ihrer Zusammenarbeit entstehen lassen. Dieses außerge-wöhnliche Projekt wird ebenfalls von uns unterstützt.

Der nächste „Talk unter Freunden“ ist am Montag, 27. Januar, 19 Uhr; der letzte Talk dieser Saison am 4. Mai. Beide in der Lounge der „Freunde des Pfalztheaters“.
Folgende Probenbesuche im Großen Haus haben wir für Sie, liebe Mitglieder, vereinbart: „Mazeppa“ am Samstag, 18. Januar, 10 Uhr (Einlass 9.30 Uhr, Einführung in der Lounge 9.45 Uhr); „Sunset Boule-vard“ am Montag, 17. Februar, 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr; Einführung in der Lounge 17.45 Uhr); „Salo-me“, am Freitag, 13. März, 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr, Einführung in der Lounge 17.45 Uhr); „Alcina“ am Donnerstag, 16. April, 18 Uhr (Einlass 17.30 Uhr, Einführung in der Lounge 17.45 Uhr).
Die FreundInnen des Musikcafés gehen natürlich auch nicht leer aus: Am Sonntag, 9. Februar, 14.30 Uhr (Einlass 13.45 Uhr), wird die Mezzosopranistin Polina Artsis „Russische Lieder (und mehr)“ im Foyer präsentieren.
Vormerken sollten Sie sich den Freitag, 3. April, denn dann laden wir Sie zu unserer Mitgliederver-sammlung ein, bei der das Pfalztheater wie gewohnt seinen neuen Spielplan 2020/21 vorstellt.
Sollten Sie bis hierher durchgehalten haben, wünsche ich Ihnen allen im Namen des Vorstands der „Freunde des Pfalztheaters“ ein gutes neues Jahr, das uns weniger verwirrt zurücklässt als das vergan-gene, das uns gesund erhält und uns nicht mit Unbilden belästigt, die keine(r) von uns braucht. Machen Sie es gut!

Herzlichst
Ihre Marita Gies

PS: Alle Termine finden Sie auf dem Ihnen bereits vorliegenden Spielzeit-Kalender sowie auf unserer Homepage. Denken Sie daran, uns Ihre E-Mail-Adresse zu schicken (sollten Sie es noch nicht getan ha-ben) und uns eventuelle Adress-Änderungen mitzuteilen: info@freunde-pfalztheater.de
Und seien Sie bitte so nett und verschonen uns mit Kündigungen Ihrer Mitgliedschaft.